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Badminton – Die besondere Karriere des Marc Zwiebler

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"Mein Spielstil ist ein bisschen fies"

Marc Zwiebler über seine Art zu spielen.

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Schnelle Beine, Reaktionsfähigkeit, Spielwitz, Ausdauer und eine Menge Ballgefühl – Badminton ist ein vielseitiger Sport. In Deutschland hat er viele Fans, vor allem im Freizeitbereich.

Doch das Federballspiel im Garten hat mit der Dynamik des Wettkampfsports in der Halle nur wenig gemeinsam.

Marc Zwiebler beherrscht diesen Sport wie kein anderer Deutscher vor ihm. In diesem Sommer beendet er seine internationale Karriere.

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"In der Halle groß geworden"

Marc Zwiebler über seinen Weg zum Badminton.

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Mit seinem – wie er selbst sagt – "fiesen Spielstil" hat sich Marc Zwiebler von Bonn aus in die Weltspitze katapultiert. Der 33-Jährige ist quasi in der Badmintonhalle aufgewachsen.  Daher war schnell klar, wo sein Weg hinführen würde. Doch dass er Deutschlands erfolgreichster Badmintonspieler werden würde, war natürlich nicht abzusehen.

Die Liste seiner Erfolge ist lang. Hier sind nur einige davon:

- Europameister im Einzel und mit dem Team
- mehrfacher Silber- und Bronze-Gewinner im Einzel und mit dem Team bei Europameisterschaften
- neun Mal Deutscher Einzelmeister

Eine Karriere, die sich früh abgezeichnet hat – ein Weggefährte erinnert sich.

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"Mit 13 Jahren zu den Großen"

Marc Hannes erinnert sich an erste Begegnungen mit Marc Zwiebler.

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Auch gemeinsam waren Hannes und Zwiebler erfolgreich. So gewannen sie 2005 die Deutsche Meisterschaft mit dem 1. BC Beuel.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hannes gegen Zwiebler schon keine Chance mehr. Die erste Niederlage gegen den Youngster habe er einstecken müssen, da sei Zwiebler 15 oder 16 Jahre alt gewesen, erinnert sich Hannes. "Und ab da gab es auch keinen Wendepunkt mehr." Grund dafür war die unbequeme Spielweise von Zwiebler.

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"Finten und Täuschen am Netz"

Marc Hannes erinnert sich ungern an Zwieblers Spielweise. 

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Mit dieser unbequemen Spielweise hat sich Zwiebler nach und nach in der Weltrangliste hoch gearbeitet. Zwischenzeitlich schafft er es sogar auf Platz 10 (2013). Insgesamt hat Zwiebler fast 550 Profispiele bestritten. Mehr als 350 davon hat er gewonnen. 

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Zwieblers Karriere entwickelte sich aber nicht immer geradlinig. Im Gegenteil. Beinahe hätte er seine Badmintonschläger schon mit Anfang 20 an den Nagel gehängt. Eine schwere Rückenverletzung warf ihn zurück. Gerade, als er auf der Überholspur war.

Er war deutscher Meister geworden und für die ersten großen Turniere seiner Karriere nominiert. Eine Chance, die er sich trotz starker Schmerzen nicht entgehen lassen wollte. Obwohl, wie er selbst sagt, er es besser hätte sein lassen sollen…

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"Ich konnte nicht schmerzfrei stehen oder liegen"

Marc Zwiebler erinnert sich an seine schwere Rückenverletzung.

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Ein Bandscheibenvorfall hatte den jungen Badminton-Profi außer Gefecht gesetzt. Die Schmerzen traten Ende 2005 auf. Keine Therapie hatte den gewünschten Erfolg. Sein letzter Ausweg war eine Operation. Diese erfolgte erst Ende 2006. Danach ging es wieder bergauf. Doch es dauerte noch sechs Monate, ehe er wieder wettkampfmäßig zum Schläger greifen konnte.

Eineinhalb Jahre hatte er aussetzen müssen, sogar die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008, sein großer Traum, waren in weite Ferne gerückt. Aber Zwiebler kämpfte sich zurück und schaffte die Qualifikation für Peking.

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Karriere vor und nach der Verletzung

Marc Zwiebler hat aus Rückschlägen gelernt.

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Gut 190 000 Sportler sind im Deutschen Badmintonverband organisiert und teilen Zwieblers Leidenschaft. Mit der Popularität in Asien kann man das aber nicht vergleichen. In China oder auch Malaysia ist Badminton Volkssport. Dort kann auch Zwiebler nicht unerkannt über die Straße gehen.

Badminton gilt als schnellste Rückschlagsportart der Welt. Dabei muss der Ball, der mit 16 Gänsefedern bestückt ist, eine Menge aushalten. 

Tan Boon Hoeng aus Malaysia soll den Ball bei einer Messung unter Laborbedingungen seines Schlägerherstellers auf 493 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben. Im Wettkampf werden immerhin Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 330 km/h gemessen. 





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Marc Zwiebler bekam sein Talent in die Wiege gelegt. Schon als Steppke jagte er den Ball für den 1. BC Beuel über das 1,55 Meter hohe Netz. Schnell entwickelte sich aus Spaß sportlicher Ehrgeiz. Und Zwiebler wurde zu einem echten Allrounder.

Eine starke Abwehr, gutes Ballgefühl und vor allem sein Gespür für die Schläge seiner Gegner zeichnen ihn aus. Doch nicht nur Zwiebler hat sich entwickelt, sondern auch der Sport selbst. 

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"Alles ist professioneller geworden"

Marc Zwiebler über die Veränderungen im Badmintonsport

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Zwiebler ist in den 15 Jahren seiner Profikarriere viel gereist. Er hat viele Freunde in der Szene gefunden. Nun, nach der Weltmeisterschaft 2017, macht er Schluss mit dem Leben aus dem Koffer – zumindest mit seiner internationalen Karriere.

Er hat sein Studium abgeschlossen, ist wieder nach Bonn gezogen und arbeitet in einer Unternehmensberatung. Außerdem hat er gemeinsam mit einigen Geschäftspartnern eine App herausgebracht, die die Bespannungshärte von Badminton-Schlägern am Klang der Saiten erkennt.

Aber ganz ohne den aktiven Sport kann und will er nicht leben. Deshalb spielt er in der aktuellen Bundesliga-Saison wieder für seinen Heimatverein, den 1. BC Beuel.

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Ein echter Beueler Jung

Lisa Kaminski über ihren Mannschaftskollegen Marc Zwiebler.

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Zwiebler ist dankbar für seine Karriere, für all das, was er erleben durfte, für die Erfolge und die vielen Erfahrungen. Auch wenn er sich nicht alle Wünsche erfüllen konnte. So hätte er nur zu gerne eine Medaille bei Olympischen Spielen gewonnen.

Und dann ist da noch etwas: Mit einem Spieler auf der Tour, einem seiner besten Freunde dort, hat er noch eine Rechnung offen.

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"Irgendwann hol ich ihn mir noch mal"

Marc Zwiebler über seinen Freund Lee Chong Wei.

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Mit der Weltmeisterschaft im schottischen Glasgow verabschiedet sich Marc Zwiebler von der internationalen Badmintonbühne.

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"Tschüss"

Marc Zwiebler hat ein wenig Chinesisch gelernt. 

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