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Cyclocross

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Mit dem Rad durchs Gelände: Radcross, Querfeldein, Cyclocross - es gibt verschiedene Bezeichnungen für diese Winterdisziplin des Radsports. Hierzulande ist sie ein wenig in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Fahrt durch den Dreck faszinierend.

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Marcel Meisen über das Cyclocross.

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Der Deutsche Meister Marcel Meisen ist einer der wenigen Spitzenfahrer hierzulande. Radcross zählt zu den anspruchsvollsten Disziplinen des Radsports. Schnee, Matsch, Kälte - die äußeren Bedingungen fordern ein großes technisches Können. Und manchmal muss das Rad auch geschultert werden. Die Rennen dauern nur eine Stunde - in der den Fahrern jedoch alles abverlangt wird. Die körperliche Herausforderung ist enorm. Es gibt anders als bei Straßenrennen praktisch keine Gelegenheit, sich zu erholen.

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Marcel Meisen über die körperliche Herausforderung.

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Mit dem Crossrad durch das Gelände zu fahren, ist nicht nur für den Athleten eine Herausforderung. Auch das Material wird extrem beansprucht. Die Rennen werden auf ein bis drei Kilometer langen Rundkursen ausgetragen. "Boxenstops" in einer speziellen Zone, bei denen das Rad gewechselt wird, sind dabei durchaus häufig. Gefahren wird auf speziellen Rädern, die einem Rennrad ähneln - sich aber in vielen kleinen Details unterscheiden.

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Marcel Meisen über das Material.

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Seinen Ursprung hat das Querfeldeinfahren in Frankreich, wo es um 1899/1900 entstand. Bis heute ist deshalb der französische Name "Cyclocross" international gebräuchlich. Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1950 in Paris statt. Auch in Deutschland hat der Sport eine lange Tradition. Deutsche Radprofis wie Rolf Wolfshohl in den sechziger und Klaus-Peter Thaler in den achtziger Jahren gehörten zu den weltbesten Crossfahrern und gewannen mehrfach den WM-Titel.

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Rolf Wolfshohl wird Weltmeister 1963, Klaus-Peter Thaler gewinnt den Titel 1985 in München.

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Mike Kluge war der bislang letzte deutsche Weltmeister im Radcross. Nachdem er 1985 und 1987 den Titel bei den Amateuren geholt hatte, wurde er 1992 auch Profi-Weltmeister. Doch mit dem Siegeszug des Mountainbikes und der zunehmenden Spezialisierung im Radsport verlor der Sport an Attraktivität als Winterdisziplin für die Straßenfahrer. Kluge unterstützt mit der von ihm gegründeten Radfirma heute den Querfeldeinsport und klagt über die fehlende Struktur hierzulande.

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Mike Kluge über die fehlende Struktur in Deutschland.

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Marcel Meisen ist Deutschlands derzeit bester Crossfahrer. Gemeinsam mit Philipp Walsleben und Sascha Weber gehört der 28-Jährige zur erweiterten Weltspitze. Mitte Januar fuhr Meisen beim Weltcup-Rennen in Italien auf Platz zwei. Zuvor hatte er bei den Deutschen Meisterschaften in Queidersbach in Rheinland-Pfalz zum zweiten Mal nach 2015 den nationalen Titel geholt.

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Marcel Meisen über die deutschen Crossfahrer.

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In der Weltrangliste wird Marcel Meisen zur Zeit auf Rang sieben geführt. Vor ihm liegen ein Niederländer und fünf Belgier. Vor allem in Belgien ist Cyclocross enorm populär. Im Winter findet dort jedes Wochenende irgendwo ein Crossrennen statt. Bei den wichtigsten Rennen wie etwa in Koksijde - der größten Bühne des Crosssports - säumen zehntausende, Fans die Strecke. Es herrscht Volksfeststimmung. Die Begeisterung ist ungebrochen, obwohl auch der Crosssport nicht von dunklen Machenschaften verschont bleibt. Es war eine belgische Crossfahrerin, bei der der Weltverband UCI erstmals einen verbotenen Motor im Rad entdeckte.

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Die beiden derzeit wohl besten Cyclocrossfahrer der Welt sind der Belgier Wout Van Aert und Mathieu van der Poel aus den Niederlanden. Van Aert gewann in dieser Saison den Weltcup und wurde 2016 Weltmeister. Van der Poel war im Jahr zuvor im Regenbogentrikot unterwegs. Der Niederländer ist der Sohn von Adrie van der Poel, der bei der Cross-WM 1985 hinter Thaler Zweiter wurde und dann 1996 doch noch den Titel gewann. Das Duell zwischen Van Aert und van der Poel, das auch die aktuelle Saison bestimmt hat, begeistert die Fans.

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Marcel Meisen über Wout Van Aert und Mathieu van der Poel.

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Cyclocross mag hierzulande ein wenig in Vergessenheit geraten sein. Doch es gibt auch Entwicklungen, die der kleinen deutschen Szene Hoffnungen machen: In Zeven bei Bremen fand in dieser Saison erstmals ein Weltcuprennen statt, mit organisiert von der fünfmaligen Cross-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel. Gut möglich, dass das hilft, Cyclocross auch in Deutschland wieder populärer zu machen. 

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