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Der Traum vom Sportstudium

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Sie kommen aus allen Teilen Deutschlands nach Köln - junge Menschen, die an der Deutschen Sporthochschule studieren möchten. Doch davor steht die Eignungsfeststellung, bei dem vielfältige sportliche Fähigkeiten abgefragt werden und der eine Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist. Wer es bis zum Ausdauerlauf am Abend geschafft hat, ist fast durch. 

sportschau.de hat drei Prüflinge mit der Kamera durch den langen Testtag begleitet.

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Sinan, Matthias und Isabella

Sie sind drei von fast 1000 jungen Menschen, die im Februar 2017 den Test versucht haben.

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Prüfungstag, 6:40 Uhr: Knapp 500 Kandidaten kommen zur Sporthochschule, um den Eignungstest zu versuchen. Für viele von ihnen beginnt der lange und anstrengende Tag mit der verbindlichen Anmeldung.

Leichtathletik, Turnen, Schwimmen, Mannschafts- und Rückschlagsportart sowie der Ausdauerlauf werden geprüft. Insgesamt müssen 20 Einzelleistungen erbracht werden, nur ein Defizit ist erlaubt. Damit niemand einen sportlicheren Vertreter schicken kann, werden bei der Anmeldung auch die Ausweise kontrolliert.

Unsere Protagonisten sind in Gruppe 6. Diese meldet sich erst gegen 8 Uhr an.

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Auf zur 1. Disziplin

8.50 Uhr: Nach der Einführung im Hörsaal ist den 72 Teilnehmern der Gruppe 6 die Anspannung auf dem Weg zur ersten Disziplin anzumerken. Jeder hat seine Schwächen - auch Isabella.

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9.00 Uhr:  Leichtathletikzentrum. Die Disziplinen:
100 Meter Sprint, Hochsprung und Kugelstoßen.

Die geforderten Leistungen für die Männer:
- 100 Meter in höchstens 13,4 Sekunden
- Hochsprung über 1,40 Meter
- Kugelstoßen 7,60 Meter mit einer 7,25 kg schweren Kugel.

Die geforderte Leistungen bei den Frauen:
- 100 Meter in höchstens 15,5 Sekunden
- Hochsprung über 1,20 Meter
- Kugelstoßen 6,75 Meter mit einer 4 kg schweren Kugel

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Isabella ist nach dem Sprint happy

14,5 Sekunden haben gereicht, und den Hochsprung hat sie auch gemeistert.

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Beim Kugelstoßen stoßen viele Prüflinge an ihre Grenzen. Hier kommt es nicht nur auf die geforderte Weite an. Die Prüfer wollen auch einen Stoß und keinen Wurf sehen. Matthias und Isabella können diese Disziplin recht entspannt angehen. Sie haben Sprint und Hochsprung geschafft.

Sinan dagegen muss in seiner Angstdisziplin schon zittern. Er hat im Hochsprung dreimal gerissen. Jetzt muss es mit der Kugel klappen. 

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Sinan ist nervös

Sinan stößt das 7,25 Kilogramm schwere Sportgerät dreimal.

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"Beschissen"

Sinan muss schon um kurz nach 10 Uhr seine Tasche packen. Er hat zwei Einzelleistungen nicht nachweisen können und ist raus. Doch der Berliner lässt sich nicht entmutigen.

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Wie Sinan ist es 15 weiteren von den insgesamt 72 Startern aus Gruppe 6 ergangenen. Sie müssen nach der ersten Sportart schon wieder nach Hause. Am Ende des Tages wird mehr als die Hälfte aller Teilnehmer nicht bestanden haben. Ihr Traum vom Studium an der Sporthochschule wird zumindest verschoben.

Man kann den Test, der 60 Euro Gebühr kostet, aber so oft machen, wie man möchte. Nur weshalb fallen so viele durch, ist der Test zu schwer?

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"Der Test ist nicht zu schwer"

Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider ist Prorektor für Außenbeziehungen und Wissensmanagement der Deutschen Sporthochschule Köln. Außerdem ist er Schwimmdozent. Als solcher prüft er bei der Eignungsfeststellung auch in diesem Fach.

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Vorbereitung ist alles: Viele angehende Studierende bereiten sich intensiv auf den Test vor. Sie schließen sich Sportvereinen an, gehen ins Fitnessstudio oder belegen kostenintensive Kurse von privaten Anbietern, die gezielt auf den Test vorbereiten. Auch die Hochschule bietet spezielle Vorbereitungen an.

Abgesehen davon, dass die zu erbringenden Leistungen transparent im Netz veröffentlicht sind, kann man sich auch für einen Übungstag gut vier Wochen vor dem eigentlichen Test anmelden, an dem die Sportarten Leichtathletik, Turnen und Schwimmen bearbeitet werden.

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Beim Übungstag ist die Studierenden-Vertretung (AStA) für die Prüflinge da. Die Sportstudenten geben Tipps, und auch am Tag der Prüfung sorgen sie für die nötige Unterstützung. Eine ganze Truppe begleitet, motiviert, lockert auf und gibt letzte Hinweise, um die geforderte Leistung doch noch zu schaffen.

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Mutterersatz und großer Bruder

Mats ist AStA-Helfer am Prüfungstag.

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Erfolg durch Spaß und Lockerheit

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11.40 Uhr, das Turnen beginnt. Bodenkür, Reckübung, Sprung über das Pferd und ein Kraftnachweis. Beim Turnen ist Vielseitigkeit gefragt. Auf diese Sportart müssen sich viele Probanden intensiv vorbereiten – und hier scheiden auch viele aus.

In keiner anderen Sportart ist es in den Hallen so still wie beim Turnen. Isabella zeigt zunächst ihre Bodenübungen, die für Frauen und Männer übrigens gleich ist.

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Turnen ist für Isabella kein Problem

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Neben der Bodenkür müssen die Prüflinge am Reck eine Übung mit mehreren Elementen zeigen: Aufschwung, Umschwung, Unterschwung. Außerdem erfolgt in der Turnhalle auch ein Kraftnachweis: Die Männer zeigen fünf Klimmzüge, die Frauen schwingen an den Ringen. Dazu noch der Sprung über das Pferd.

Isabella und Matthias meistern auch diese Hürde. Einige andere müssen sich verabschieden. Sie haben es in jeweils zwei Versuchen je Gerät nicht geschafft. Aber weshalb müssen die angehenden Studierenden so viele Leistungen erbringen - noch bevor sie mit dem Studium angefangen haben? Und vor allem, wenn sie vielleicht Sportmanagement studieren möchten?

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Motorischer Intelligenzquotient

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13.30 Uhr: In fünf übergeordneten Sportarten plus dem Ausdauerlauf zum Abschluss müssen die Prüflinge ihre Leistungen bringen. Dazu zählen auch Rückschlag- und Mannschaftssportarten. Hier können die Testteilnehmer aus Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Hockey für die Mannschaftsspiele auswählen.

Bei den Rückschlagspielen müssen sie sich zwischen Tischtennis, Tennis und Badminton entscheiden. Neben den technischen Fertigkeiten liegt das Augenmerk der Prüfer auch auf Spielverständnis und Verhalten in Abwehr und Angriff.

Bei den Mannschaftssportarten spielt Isabella Hockey, weil das früher ohnehin ihr Sport war. Matthias hat sich für Basketball entschieden. Bei den Rückschlagspielen wählen beide Badminton und bestehen. Zwischen den Sportarten ist die siebte Disziplin gefragt  – Geduld.

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"Das Warten ist das Schwierigste"

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16:15 Uhr: Warten heißt es auch vor dem Schwimmen. Für die Gruppe 6 ist es die letzte Sportart vor dem Ausdauerlauf. Von den 76 am frühen Morgen gestarteten Teilnehmern sind noch 46 dabei. Die Hälfte davon betritt bereits mit einem Defizit – einer nicht erbrachten Leistung – das Schwimmzentrum. Sie stehen besonders unter Druck. 

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Stefan Schneider erklärt den Ablauf

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Matthias beginnt und taucht locker durch

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Der Kopfsprung - Isabellas Zitterdisziplin

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18:05 Uhr: Die Sonne ist längst untergegangen. Flutlicht erleuchtet das kleine Stadion an der Sporthochschule. Hier wartet auf die Teilnehmer die letzte Hürde. Der Ausdauerlauf. 2000 Meter in zehn Minuten für die Frauen. Die Männer laufen 3000 Meter, haben dafür drei Minuten länger Zeit. Für einige Teilnehmer eine Grenzerfahrung.

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Keine Höchstleistung

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In ihrem Lauf ist Isabella die schnellste Frau

Sie besteht den Test am Ende ohne Defizit.

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Die Feiern beginnen unmittelbar nach dem Lauf

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Matthias und Isabella haben es geschafft. In diesem Zyklus haben 480 der 984 an beiden Prüfungstagen angetretenen Teilnehmer den Test bestanden. 

Die Tage der Eignungsfeststellung sind für die Sporthochschule eine logistische Herausforderung. Schließlich sollen die Prüflinge optimale Voraussetzung und Prüfungsbedingungen vorfinden. Viele Dozenten, Mitarbeiter der Verwaltung und natürlich Studierende des AStA sind involviert.

Isabella, Matthias und die anderen erfolgreichen Teilnehmer können sich nun um einen Studienplatz bewerben. Vorher wartet auf den glücklichen Matthias aber noch eine besondere Belohnung. 

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Weihnachtsstollen als Belohnung

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