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Los geht's

Faszination Darts

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10.000 Fans beim WM-Finale im Alexandra Palace in London, Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen weltweit - Darts ist zu einem Massenphänomen geworden.

Wie funktioniert Darts eigentlich? Ist das überhaupt Sport? Was macht die Faszination des Pfeilwerfens aus? Damit beschäftigt sich die Multimedia-Reportage von sportschau.de.

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Eine Runde von 501 Punkte auf 0 mit neun Würfen ist das Nonplusultra beim Steeldarts -  Adrian Lewis gelingt das Kunststück.  

Und die Stimmung dabei ist so überwältigend, dass man eine Ahnung davon bekommt, welche Faszination von Darts ausgeht.

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Kleinere Location, aber dieselbe Stimmung. 400 Fans freuen sich in einer Dartkneipe in Mönchengladbach auf ein Steeldart-Event.
Darts zieht im Großen wie im Kleinen.

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Warum ist Darts für Fans faszinierend?

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Beim Show-Event in Mönchengladbach treten unter den Fans ausgeloste Gegner gegen fünf Profis wie zum Beispiel Justin Pipe an.

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Darts hat unter den Profis ohnehin mehr als einen Star.

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Die Topstars verdienen auch top. Altmeister Phil Taylor (56) hat über die Jahrzehnte mehr als acht Millionen Dollar Preisgeld eingespielt.

Weltmeister Michael van Gerwen (Foto, 27) kommt in mehr als zehn Profijahren auf circa fünf Millionen Euro Einnahmen allein durch Preisgelder. Für den WM-Sieg 2017 kassierte er 400.000 Euro.

Die Dart-Premier-League ist 2017 mit fast zwei Millionen Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr dotiert. Vom Gesamtvolumen her hat das professionelle Darts andere Sportarten zuletzt abgehängt.

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In Deutschland ist Volker Kamper so etwas wie ein Darter der ersten Stunde.

Seit über 30 Jahren spielt er Steeldarts, die Variante mit Metallpfeilen und einer Faserscheibe, und betreibt in Mönchengladbach ein Fachgeschäft mit über 50.000 Artikeln zum Thema Darts.

Natürlich kennt er das Spiel und seine Besonderheiten genau.

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Volker Kamper zu Dartpfeilen

Zum Darten braucht es nicht viel. Das A und O für den Spieler sind natürlich die Pfeile. Aber Pfeil ist nicht gleich Pfeil.

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Gewicht, Länge, Material, Größe und Flights-Form beeinflussen die Flug-Eigenschaften.

Den Unterschied im Preis macht nicht nur das eventuelle Branding eines Stars wie Phil Taylor, sondern auch das Metall des Pfeilkörpers (Barrel). Messing und Stahl in unterschiedlichen Legierungen machen neben den anderen Faktoren Preise für einen einzelnen Pfeil zwischen 10 und 200 Euro möglich.

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Volker Kamper zur Wurftechnik

Neben dem Material kommt es beim Darts natürlich auf die richtige Wurftechnik an. Die Grundzüge sind dabei gar nicht so schwierig.

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Das Schwierigste beim Darts ist es, die Konzentration über einen längeren Zeitraum hoch zu halten.

Ob alleine an der Scheibe oder vor 10.000 Zuschauern: der Bewegungsablauf und die Präzision eines Wurfes müssen immer passen. Bei Profis sind deshalb Trainingszeiten von täglich sechs bis sieben Stunden nichts Ungewöhnliches.

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Einer der Meister der Konzentration ist Michael van Gerwen. Im Januar 2017 entschied der Niederländer das WM-Finale gegen den Schotten Gary Anderson für sich.

Über eine Millionen Zuschauer sahen das Finale allein in Deutschland. Die kleine Scheibe steht auf einmal im Mittelpunkt.

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Beim Steeldarts besteht die Scheibe aus einer Drahtkonstruktion, die mit Sisalfasern umwickelt ist. Günstigere Scheiben haben Kork oder Papier als Grundlage.

In 22 Segmenten können die Spieler pro Wurf zwischen einem und 60 Punkten auf der Scheibe sammeln - oder Null, wenn sie das Ziel verfehlen. Der "Bulls Eye" genannte Mittelpunkt ist 1,73 Meter vom Boden entfernt und gibt 50 Punkte, die Zone direkt drumherum 25.

In den Zahlenfeldern 1-20 gibt es jeweils die Möglichkeit, einfach, zweifach oder dreifach zu punkten.

Die Wurflinie ist bei offiziellen Wettkämpfen 2,37 Meter von der Scheibe entfernt. Die Scheibe hat einen Durchmesser von 34 Zentimetern.

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Pro Durchgang (Aufnahme) darf der Spieler drei Pfeile werfen. Im Profibereich ist die Standard-Variante von 501 auf 0 herunter zu spielen, wobei der letzte Pfeil im Außenring mit den Feldern für doppelte Punktzahl landen muss (Double-Out). Die höchst mögliche Punktzahl pro Aufnahme ist 180, wenn also alle drei Pfeile in der Dreifach-Zwanzig stecken.

Den Satz gewinnt, wer zuerst drei Runden (Legs) geholt hat. Möglich sind drei bis sieben Gewinnsätze. Während ein Premier-League-Match nach etwa 15 bis 30 Minuten beendet ist, kann bei der WM ein Duell über sieben Gewinnsätze auch über eine Stunde dauern.

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Mit der British Darts Organisation (BDO) und der Professional Darts Corporation (PDC) gibt es zwei große internationale Verbände. Durch den Einfluss des britischen Sky-Ablegers und der damit verbundenen TV-Präsenz ist die PDC seit 1992 zum stärkeren Verband geworden.

Sie veranstaltet neben der Premier League 16 weitere Turniere und Serien. Darunter ist zum Beispiel auch die European Tour mit Station in Hildesheim und am Jahresende jeweils als Höhepunkt die Weltmeisterschaft im Alexandra Palace - im Fan-Slang "Ally Pally" genannt - im Norden Londons.

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Volker Kamper zu Darts als Sportart

Präzise Bewegungen unter mentalem Druck sind die wichtigsten Merkmale beim Darts.

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Im Deutschen Dartverband (DDV) sind circa 10.000 Spieler organisiert. Der DDV richtet neben der Bundesliga auch Ranglistenturniere aus.

Profis spielen national wie international ähnlich wie beim Tennis oder Golf in unterschiedlichen Turnierserien und sammeln dort Punkte für die Rangliste.

Da man für den Sport nicht viel braucht, ist ein wesentlich höherer Teil von Hobbyspielern privat oder in Kneipen unterwegs.

Dadurch wird Darts zum "Jedermann-Sport" und garantiert eine große Nachvollziehbarkeit beim Fan. Das macht die Vermarktung leichter.

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Caller Russ Bray ist zum Beispiel mittlerweile als Ansager/Moderator von Dart-Duellen fast so bekannt und gut bezahlt wie der legendäre Ringsprecher Michael Buffer im Boxen.

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Dart-Turniere sind jetzt Events mit großer Show. Die Stars haben Spitzenamen, die ihre Marke sind. Es gibt einige bekannte Persönlichkeiten im Drumherum.

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Caller Russ Bray zum Darts

Russ Bray, offizieller Spiel-Kommentator und Punktansager, reduziert Darts auf einen einfachen Kern.

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Volker Kamper zur Faszination Darts

...und dann gibt es natürlich noch das, was jeden Wettkampf in jeder Sportart interessant macht.

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