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Los geht's

Kanupolo - Mit Ball und Boot auf dem Wasser

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Kanupolo ist ein Sport, bei dem es zur Sache geht. Im Kampf um den Ball krachen Boote ineinander, und auch die Spieler bekommen schon mal etwas ab. sportschau.de hat unter anderem Nationalspieler Johan Driessen einen Turniertag lang begleitet. Sein Tipp: Die Angst vor Zweikämpfen bleibt besser an Land. 

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"Wer Angst hat, ist hier falsch aufgehoben"

Johan Driessen nimmt uns mit aufs Wasser.

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Johan Driessen ist beim Kanupolo genau richtig. Seit fast 20 Jahren jagt er in einem Boot dem Ball hinterher - und das sehr erfolgreich: Neben einigen nationalen Titeln hat der 29-Jährige mit der Nationalmannschaft schon Gold bei den World Games gewonnen, wurde Vize-Weltmeister und Europameister.

Driessen spielt für den Kanusportverein Rothe Mühle Essen. Insgesamt hat der Club 20 Deutsche Meistertitel errungen, darunter elf für die Herren. Außerdem ist Essen Ausrichter des weltweit größten Turniers. Beim Internationalen Deutschland-Cup nehmen jedes Jahr mehr als 1000 Athleten teil.

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"Das Wasser ist die ganze Zeit weiß"

Johan Driessen über die  Faszination von Kanupolo.

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Gut 2000 Euro müssen die Spieler für ihre Sportgeräte berappen. Die Karbonboote sind leicht und haben eine glatte Oberfläche. Leistungssportler sitzen meist nur ein Jahr lang in demselben Boot. Danach wird es verkauft - oder falls vorhanden - an den Sponsor zurückgegeben.

Gerade bei schwereren Spielern können durch die vielen harten Zweikämpfe Risse im Material entstehen. Auch Paddelbrüche gehören zum Alltag. Der Ball ist griffig und ähnelt einem Wasserball.

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Ziel beim Kanupolo ist es, Tore zu erzielen. Diese befinden sich in zwei Metern Höhe. Die Tore sind 1 mal 1,5 Meter groß. Und der Torwart versucht, mit seinem hochgereckten Paddel Treffer zu verhindern.

Die Mannschaften bestehen aus fünf Feld- und drei Auswechselspielern. Der Torwart spielt fliegend, er schaltet sich also in die Angriffe der eigenen Mannschaft ein. Im Grunde genommen darf jeder Spieler die Rolle des Torwarts übernehmen. Allerdings gibt es auf dieser Position schon Spezialisten.

Das Spiel beginnt mit einem Anwurf des Schiedsrichters. 

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"Wer am schnellsten ist, bekommt den Ball"

Johan Driessen über den Spielstart

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Während der Ball beim Polo mit Pferden tatsächlich mit einem Schläger ins Tor befördert wird, spielt das Paddel fürs Passen und Tore-Erzielen beim Kanupolo eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist es, den Ball gezielt werfen zu können.

Woher kommt also der Name dieses Sports? Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es erste Kanupolo-Spiele in England. 1927 wurden dann in Deutschland die ersten Meisterschaften ausgetragen. Von da an entwickelte jedes Land seine eigenen Regeln. Und in einigen Ländern spielten die Akteure den Ball tatsächlich mit ihren Paddeln. 

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"In der Historie hat man den Ball geschlagen"

Joachim Schwarzrock vom Deutschen Kanuverband (DKV) erklärt den Namen der Sportart.

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Etwa 10 000 Aktive zählt die Sektion Kanupolo im DKV. Darunter sind auch viele Frauen.

Gerade die Damen hamstern seit etlichen Jahren Erfolge. Fünf Mal konnten sie schon den WM-Titel gewinnen, sieben Mal den EM-Titel. Margret Neher (im weißen Boot) spielt seit vielen Jahren und hat einige Titel in ihrer Sammlung.

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"Große Familie"

Margret Neher über ihren Sport.

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Neben einer Portion Mut, mit der sich die Athleten in die Zweikämpfe stürzen, gehört die Beherrschung des Bootes zu den wichtigsten Voraussetzungen in diesem Sport. Die kleinen Boote sind sehr wendig und haben eine glatte Oberfläche. Profis wie Johan Driessen können damit auf einem Bierdeckel eine 360-Grad-Drehung vollziehen. 

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Wurftechnik wie beim Handball oder Wasserball

Margret Neher und Johan Driessen über die besonderen Anforderungen im Umgang mit Ball und Boot. 

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Auch wenn die Wurftechnik für den Torerfolg entscheidender ist als das Ballgefühl mit dem Paddel – manchmal kommt die Antriebshilfe eben doch auch zum Einsatz, um den Ball zu stoppen.  Johan Driessen erklärt, warum der Ball in der Regel geworfen wird. 

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"Üblicherweise wird der Ball geworfen"

Johan Driessen über die erfolgreiche Technik in seinem Sport.

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Regeln im Kanupolo verhindern, dass sich die Spieler verletzen. So ist es verboten, mit dem Paddel nach einem Gegner zu schlagen oder ihm beim Wurfversuch in den Wurfarm zu greifen.

Ebenso verboten:  in einem rechten Winkel auf ein anderes Boot aufzufahren oder mit dem Boot gezielt gegen den Körper eines Gegenspielers zu fahren.

Jemanden unter Wasser zu drücken, ist aber regelkonform. Deshalb sollten alle Sportler die Eskimorolle beherrschen, um vor dem nächsten Atemzug wieder an der Wasseroberfläche zu sein.

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"Ins Wasser schmeißen ist erlaubt"

Margret Neher ist kein Schwimmfan. 

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