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Taktiktraining mit Virtual Reality im Mannschaftssport

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Noch ist Virtual Reality im Taktiktraining ein Geheimtipp. Aber mehr und mehr Anbieter positionieren sich mit 360°-Videos und animierten VR-Anwendungen auf dem wachsenden Markt.  

Sind die Trainingstools wirklich so praktisch?  

sportschau.de nimmt zwei Tools mit unterschiedlichen Ansätzen unter die Lupe, lässt die American Footballer der Cologne Crocodiles Spielzüge mit Hilfe von 360°-Videos analysieren. Und DFB-Ausbilder Daniel Niedzkowski testet eine VR-Simulation von Fußballspielen.

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Tool: Beyond Sports aus den Niederlanden

Ansatz: Computersimulation eines Fußballspiels, erstellt aus den Daten eines realen Spiels

Besonderheit: Verschiedene Blickwinkel möglich, Spielszenen aus der Perspektive aller Spieler generierbar

Einsatzmöglichkeiten: Videoanalyse und Erstellen von Trainingsszenarien für Laufwege, Pass- oder Stellungsspiel

Testperson: Daniel Niedzkowski, Fußball-Trainer-Ausbilder an der Hennes-Weisweiler-Akademie


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Wohin mit dem Ball?

Sander J. Schouten, Geschäftsführer von Beyond Sports, bringt Daniel Niedzkowski mit Hilfe der 360°-Animation in die "reale" Passsituation einer Offensivaktion. 

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"Es ist sehr realistisch"

Daniel Niedzkowski schildert seinen ersten Eindruck.

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Die Übung basiert auf einem Spielzug, wie er tatsächlich in einem Spiel stattgefunden hat. Beyond Sports wirbt damit, quasi in Echtzeit ein Spiel simulieren zu können. Dadurch könnte man sich rein theoretisch auch ein Live-Spiel aus der Sicht des Innenverteidigers oder aus der Vogelperspektive anschauen.

Möglich wird dies durch Daten, wie sie spezialisierte Firmen in den großen Profiligen ohnehin liefern. Scouten erklärt, wie das Verfolgen der Spieler, das sogenannte "Tracking", funktioniert.


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"Wir tracken jeden Spieler auf dem Feld"

Sander J. Schouten, Geschäftsführer von Beyond Sports, über die Daten hinter seinem Analysetool.

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Virtual Reality könnte Videoanalysten die Arbeit vereinfachen. Denn Perspektivwechsel, Hilfslinien und Markierungen sind mit wenigen Klicks gemacht.

Der richtige Zeitpunkt für einen Pass und die erforderliche  Passgenauigkeit können so über das Tool definiert und visualisiert werden.

Will der Trainer eine Szene nicht nur analysieren, sondern aus ihr eine Übung erstellen, kann er das Szenario selbst kreieren - und zwar so ...

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Der tödliche Pass

Sander J. Schouten zeigt an einem Beispiel, wie ein Trainer eine Übung erstellen kann. 

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Vorteile gegenüber klassischen Videos

Für Niedzkowski ist vor allem die flexible Perspektive ein Plus.

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Aus Sicht von Niedzkowski ist vor allem der Einsatz in Jugendmannschaften spannend, denn Nachwuchsspieler können in die Haut der Profis schlüpfen, deren Aktionen nacherleben und eintrainieren.

Laufwege, Passspiel oder Pressingsituationen aus realen Spielen der Profis lassen sich mit dem Tool einfach nachstellen. "Du kannst Situationen schaffen, die schwieriger sind als die aus dem normalen Training", sagt Niedzkowski. Und er hat noch einen Wunsch. 

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"Bewegungen müssen realistisch sein"

Niedzkowski legt großen Wert auf eine detailgetreue Grafik.

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Die Grafik wirkt noch etwas hölzern im Vergleich zu aktuellen Fußballsimulationen. Aber die Entwicklung schreitet voran, zum Beispiel scannt Beyond Sports Fußballer ein, um ein realistisches Abbild von ihren Bewegungen zu schaffen.

Solche 360°-Simulationen sind für jeden Mannschaftssport denkbar, aber vorerst wohl nur für Profiteams einsetzbar. Denn die Technik hat ihren Preis und benötigt Daten, die in unteren Ligen derzeit nicht erhoben werden.

Aber auch für weniger finanzstarke Mannschaften gibt es Möglichkeiten, Virtual Reality sinnvoll einzusetzen: mit "klassischen" 360°-Videos.

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360°-Ansicht starten

360°-Ansicht starten

Technik: 360°-Video

Ansatz: Erfassen von Spielsituationen in ihrer Gesamtheit durch den 360°-Rundumblick 

Besonderheit: Reales Videobild 

Einsatzmöglichkeiten: Videoanalyse, Einprägen von Spielzügen

Testpersonen: Benjamin Mentkes, Quarterback, und Patrick Köpper, Trainer des American-Football-Teams Cologne Crocodiles

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Das extrem von Taktik geprägte American Football ist ideal für 360°-Analysen. In den USA gehören VR-Brillen schon in vielen College- und NFL-Teams zum Trainingsequipment.

Die Phase nach dem so genannten "Snap", wenn der Center den Ball an den hinter ihm stehenden Quarterback übergeben hat, wird aufgezeichnet und der Quarterback kann seine Aktion hinterher durch eine VR-Brille nacherleben.

Das Verhalten der Abwehr- und Angriffsreihe ist dabei gut zu sehen - wie in diesem 360°-Video.

360°-Videos können in ihrem Browser nicht angezeigt werden.

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"Als würde ich auf dem Spielfeld stehen"

Crocodiles-Quarterback Benjamin Mentges ist beeindruckt von den neuen Möglichkeiten.

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Bilder vom Stativ sind qualitativ hochwertig, sodass Trainer und Spieler das Verhalten von Abwehr und Angriff gut analysieren können. 

Allerdings entspricht der Blickwinkel beim Filmen mit Stativ nicht exakt dem des Quarterbacks. Wenn dieser auch nur einen Schritt zur Seite macht, sieht die Welt von dort schon wieder ganz anders aus, mögliche freie Spieler sind dann bereits wieder gedeckt. Die Lösung könnte eine Helmkamera sein. Wir haben es probiert.

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"Ganz neue Perspektiven der Analyse"

Crocodiles-Trainer Patrick Köpper ist fasziniert.

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Keine Computersimulation kommt der Realität derart nah wie eine 360°-Kamera. Quarterback und Trainer waren sich einig: Die Crocodiles werden künftig Virtual Reality in ihrem Training einsetzen. Nur wenige hundert Euro sind nötig, um das nötige Equipment zu besorgen.

Beide Tools, sowohl die Simulation als auch die 360°-Videos, haben die Experten also beeindruckt. Virtual Reality steckt als Trainingstool noch in den Kinderschuhen, die Entwicklung hat gerade erst begonnen. Aber schon jetzt wird deutlich: Sie wird das Taktiktraining in vielen Sportarten revolutionieren.

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