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College-Soccer - Eine aufregende Alternative

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Luftaufnahme

Hürth bei Köln: 100 junge Fußballer spielen vor gut 20 Trainern von US-Universitäten vor. Ihr Ziel: ein Sportstipendium.

Die Bewerber haben gute Gründe, sich voll ins Zeug zu legen. Kicken in den USA ist für sie eine spannende Chance. Zwei Beispiele.

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- 21 Jahre
- Innenverteidiger/Sechser
- Roland Beckum (6. Liga)
- früher Borussia Dortmund

studiert in Münster Ökonomie und Management, möchte für den Master in die USA.

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"Bock darauf, in ein anderes Land zu gehen"

Jonas Westmeyer über seinen Plan, in den USA zu studieren.

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Studierende in den USA

Ein Studium in den USA kostet durchschnittlich 12.000 Euro Gebühr pro Jahr, an manch renommierter Universität sogar deutlich mehr.

Gute Schüler und eben auch talentierte Sportler können die Kosten mit einem Stipendium deutlich senken. Ein volles Stipendium deckt neben den Studiengebühren auch Verpflegung und Unterkunft ab.

So haben die Stipendiaten eine günstige Gelegenheit auf einen renommierten Abschluss. Zudem steigt das fußballerische Level in den USA - und lockt ambitionierte Talente an.

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18 Jahre
Torwart
Hessen Kassel (4. Liga)
früher 1. FC Kaiserslautern

hat Profi-Ambitionen - und die USA als Plan B.

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"Mir gefällt der enorme Teamspirit"

Niklas Neumann über seine US-Pläne

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Sichtungstraining in Hürth
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Julian Gressel

Ein knappes Dutzend deutscher College-Fußballer hat den Sprung in die nordamerikanische Profiliga MLS geschafft. In der bevorstehenden Saison haben Fabian Herbers (Philadelphia Union), Tim Kübel (Toronto FC), Gordon Wild und Julian Gressel (beide Atlanta United) Profiverträge.

Besonders Gressels Beispiel motiviert: Aus der Regionalliga (Eintracht Bamberg) war er 2013 als 19-Jähriger ans Providence College in Rhode Island gewechselt. 2017 dann das erste Profijahr in der MLS mit fünf Toren in 32 Spielen für Atlanta - und der Auszeichnung "Rookie of the Year". Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler ist der erste Ausländer, der diesen Titel trägt.

Eine große Weltkarriere hat allerdings noch kein deutscher Collegefußballer gestartet. Was aber alle in der Tasche hatten, waren ein Abschluss - und wertvolle Lebenserfahrung.

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Zwölf Nationalitäten in einem Team

Chris Leonardi, Trainer an der Martin Methodist University in Pulaski, Tennessee: "Wir haben zwölf Nationalitäten im Team. Ich versuche, zu mischen. Vor ein paar Jahren hatte ich zu viele Brasilianer. Jetzt habe ich einige Brasilianer, einige Deutsche, Japaner, Engländer - es ist eine gute Mischung. Es ist nicht einfach, macht aber viel Spaß."

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Sichtungstraining in Hürth
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Unvergleichlicher Team-Spirit

Simon Stützel von der Agentur "Scholarbook" über den Zusammenhalt in Collegeteams. Szenen: Grand Canyon University

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In den USA gibt es keine Sportvereinsstruktur wie in Deutschland. Neben den Profiligen hat deshalb College-Sport einen enormen Stellenwert. Vor allem Football und Basketball sind Publikumsmagneten mit Zehntausenden Fans im Stadion und Millionen Zuschauern vor den Bildschirmen.

Mancherorts, wie hier in Santa Barbara, zieht auch Fußball die Massen an. Die "Athletes" genießen an den Unis ein hohes Ansehen - sowohl unter den Studierenden als auch unter den Mitarbeitern.

Sportstipendien gibt es in vielen Sportarten, beispielsweise auch im Tennis und der Leichtathletik. Aber für Ausländer stehen besonders im Fußball die Chancen gut. Bei vielen Trainern sind speziell talentierte Frauen und Männer aus Deutschland gefragt.

Die University of California, Santa Barbara, über ihr Fußballstadion
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"It's a good fit"

Chris Leonardi, Trainer an der Martin Methodist University in Pulaski, Tennessee:"Der deutsche und der amerikanische Fußball sind körperbetont, ziemlich ähnlich. Die Jungs sind akademisch gut ausgebildet, sprechen gut Englisch. Das passt in dieser Kombination gut."

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Sichtungstraining in Hürth
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Wie kommt nun ein junger deutscher Fußballer an ein Stipendium? Er kann Kontakte nutzen oder es auf eigene Faust versuchen. Oder er beauftragt eine Agentur wie "Uniexperts", "Sport Scholarships" oder "Monaco Sportstipendium".

Eine erfolgreiche Vermittlung kostet meist mehrere tausend Euro, dafür bieten die Agenturen unter anderem Hilfe bei der Bürokratie, Kontakte zu den Unis - und wie hier im Fall von "Scholarbook" auch ein Sichtungstraining vor US-Trainern.

Doch längst nicht jeder Stipendiat muss seinem künftigen Coach im Vorfeld live vorspielen.

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"Noch wichtiger ist die Videopromotion"

Simon Stützel, Geschäftsführer der Vermittlungsagentur Scholarbook

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Sichtungstraining in Hürth
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US-Flagge in Hürth

Ein Sportstipendium in den USA bietet die Chance, Studium und Leistungssport zu verbinden. Die Trainingsbedingungen sind meist professionell, eine spätere Profikarriere ist nicht ausgeschlossen.

Selbst durchschnittliche Kicker können auf ein Teil-Stipendium an einer kleineren Universität hoffen - und damit auf die vielleicht aufregendste Zeit ihres Lebens.

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