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Deutschlands EM-Titel

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1972

Drei Kapitäne, ein Pokal. Drei Mal wurde die deutsche Nationalmannschaft Europameister. Jeder dieser Titel hatte seine besondere Geschichte. Ein Rückblick.  
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Am 18. Juni 1972 nimmt Franz Beckenbauer in Brüssel den Coupe Henri Delaunay entgegen. Nachdem Deutschland die ersten beiden Europameisterschaften ignoriert hatte und bei der EM 1968 durch ein 0:0 in Albanien schon in der Qualifikation scheiterte, feiern das DFB-Team und sein Kapitän nun gleich den Titel. Bis heute genießt die Elf, die im Finale in Brüssel mit einem 3:0 gegen die Sowjetunion als Sieger vom Platz geht, einen legendären Ruf. Favorit war sie schon vor dem Endspiel.
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Selbstbewusster Favorit

Der damalige Co-Trainer Jupp Derwall (1972) und Günter Netzer (2016) über die Favoritenrolle der deutschen Mannschaft.

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Die breite Brust hat sich das deutsche Team wenige Wochen zuvor in Wembley angeeignet. Im Viertelfinale - damals noch in Hin- und Rückspiel in den jeweiligen Ländern ausgetragen - gewinnt die DFB-Elf 3:1. Es ist der erste Sieg einer deutschen Mannschaft auf dem "heiligen" Rasen von Wembley. Netzer, damals 27 Jahre alt, führt großartig Regie im deutschen Mittelfeld und schafft es damit sogar ins Feuilleton der "FAZ", das später davon schwärmen wird, wie der Mönchengladbacher aus der "Tiefe des Raumes" gekommen sei. Netzer brilliert dann auch im Finale gegen die Sowjets.
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1:0 durch Gerd Müller

Radioreporter: Kurt Brumme (WDR)

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Das 2:0 durch Herbert "Hacki" Wimmer

Radioreporter: Kurt Brumme (WDR) 

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Netzer, Heynckes, Wimmer - das 2:0 im Endspiel von Brüssel ist eine Mönchengladbacher Co-Produktion. Die Mannschaft, die den ersten deutschen EM-Titel holt, besteht aus zwei Blöcken, die von den beiden zu diesem Zeitpunkt besten Teams in der Bundesliga gebildet werden. Sechs Spieler vom FC Bayern, drei Spieler von Borussia Mönchengladbach stehen in der Finalelf. Dazu der Bremer Verteidiger Horst Höttges und Linksaußen Erwin Kremers vom FC Schalke 04, der aber zuvor auch in Gladbach gespielt hat. Das Ergebnis ist pure Lust am Spiel, die auch beim Treffer zum 3:0 deutlich wird.
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Das 3:0 durch Gerd Müller

Radioreporter: Oskar Klose (BR)

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Lange Zeit gilt die "72er-Elf" vielen als die beste deutsche Nationalmannschaft, die es je gab. Zwei Jahre nach dem Gewinn des ersten EM-Titels wird das DFB-Team im eigenen Land auch noch Weltmeister. Doch der begeisternde Offensivfußball ist da schon einem pragmatischeren Stil gewichen. Netzer spielt bei der WM 1974 nur eine Nebenrolle. Seinen Stammplatz im Mittelfeld muss er an den Kölner Wolfgang Overath abgeben. Der Gewinn der Europameisterschaft, sagt Netzer im Rückblick, sei "das Höchste" für ihn gewesen. 
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1980

Acht Jahre nach dem Gewinn des ersten EM-Titels wird Deutschland in Italien zum zweiten Mal Europameister. Bundestrainer Jupp Derwall hat vor dem Turnier ein Problem: Sein Mittelstürmer Klaus Fischer fällt mit einem gebrochenen Bein aus. Horst Hrubesch vom Hamburger SV soll in die Bresche springen. Doch der kommt in den ersten Spielen nicht recht in Schwung. Trotzdem erreicht das DFB-Team nach Siegen gegen die Tschechoslowakei (1:0) und die Niederlande (3:2) sowie einem 0:0 gegen Griechenland das Endspiel von Rom. Dort wird Horst Hrubesch zum gefeierten Helden. 

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Das 1:0 durch Horst Hrubesch

Radioreporter: Armin Hauffe (NDR), O-Ton: Horst Hrubesch

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Die Deutschen sind auch nach dem Führungstor lange Zeit überlegen. Die Belgier jedoch kontern immer wieder gefährlich. Mitte der zweiten Halbzeit baut Derwalls Mannschaft ab und verliert den Faden. Die Belgier wittern ihre Chance. Einer ihrer überfallartigen Angriffe endet mit einem Elfmeterpfiff des rumänischen Schiedsrichters Nicolae Rainea - eine Fehlentscheidung. Der deutsche Kapitän Uli Stielike bringt seinen Gegenspieler Francois van der Elst zwar regelwidrig zu Fall, das aber vor und nicht im Strafraum.
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Das 1:1 durch René Vandereycken

Radioreporter: Armin Hauffe (NDR), O-Ton: Horst Hrubesch

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Nach dem Ausgleich wogt die Partie im Stadio Olympico hin und her. Beide Teams haben Chancen auf einen zweiten Treffer, nutzen sie aber nicht. Und so richtet man sich in Rom schon auf eine Verlängerung ein und fragt sich, ob es gar ein Wiederholungsspiel geben wird, denn ein Elfmeterschießen ist diesmal - anders als bei der deutschen Niederlage im Finale von 1976 - nicht vorgesehen. Aber dann gibt es eine Minute vor Schluss noch einmal Eckball für die deutsche Mannschaft. Getreten von Karl-Heinz Rummenigge.
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Das 2:1 durch Horst Hrubesch

Radioreporter: Heribert Faßbender (WDR), O-Ton: Horst Hrubesch

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Hrubesch ist der gefeierte Matchwinner. Schuld daran soll der damalige Papst sein. Im Petersdom segnet Johannes Paul II. gerade die Gläubigen, als der Hamburger die Kathedrale besichtigt, und hebt dabei zwei Finger. Das bedeute, Hrubesch werde im nächsten Spiel zwei Tore machen, glaubt ein Journalist. Dass der Papst die Geste vor dem torlosen Griechenland-Spiel macht, fällt hinterher nicht mehr ins Gewicht. Gemeint war eben das Finale. Ob mit päpstlicher Hilfe oder ohne - Hrubesch, heute Trainer der deutschen Olympia-Auswahl, hat seine Chance genutzt und sich in der ewigen Stadt seinen ewigen Ruhm gesichert.
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1996

Auch beim dritten deutschen Titelgewinn 1996 spielt am Ende einer die Hauptrolle, den man vorher eher zu den Nebendarstellern gezählt hat. Oliver Bierhoff macht kurz vor der EM in England überhaupt erst seine ersten Länderspiele, nachdem er sich mit 31 Treffern für Udine in der Serie A in Italien empfohlen hat. In den ersten beiden Gruppenspielen der EM wird er jeweils kurz vor Schluss eingewechselt. Danach verfolgt er den Weg des Teams durchs Turnier als Zuschauer. Auch im Endspiel von Wembley sitzt er zunächst nur auf der Bank und sieht, wie Finalgegner Tschechien in Führung geht. 
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Das 1:0 durch Patrick Berger

Radioreporter: Tom Bayer (WDR)

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Der Joker

 Oliver Bierhoff über seine Einwechslung in der 69. Minute.

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Das 1:1 durch Oliver Bierhoff

Radioreporter: Tom Bayer (WDR), O-Ton: Oliver Bierhoff

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Golden Goal muss entscheiden

Radioreporter: Tom Bayer (WDR) 

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Ein Tor entscheidet - sofort

Oliver Bierhoff über die Golden-Goal-Regel

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Das 2:1 durch Oliver Bierhoff

Radioreporter: Tom Bayer (WDR), O-Ton: Oliver Bierhoff

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Das Golden Goal verschwindet bald nach der EM wieder in der Mottenkiste der Fußballregeln. Doch dieses eine goldene Tor im Finale von Wembley ändert das Leben von Oliver Bierhoff. Er wird zum Star, wird Torschützenkönig in Italien und holt dort 1999 mit dem AC Mailand den Meistertitel. Zwischen 1998 und 2001 führt er die Nationalmannschaft 22 Mal als Kapitän aufs Feld. Seit 2004 ist er deren Teammanager. In dieser Funktion will er nun in Frankreich den vierten deutschen EM-Titel feiern. 
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