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Frauenfußball in Jordanien - Emanzipation in Shorts

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Frauenrechte stärken und traditionelle gesellschaftliche Regeln im Frauensport lockern - das ist das Ziel des jordanischen Königshauses und des jordanischen Fußballverbandes (JFA).  

Dafür hat der Verbandsvorsitzende Prinz Ali Bin Al Hussein bereits zwei große Frauenfußball-Turniere nach Jordanien geholt - die U17-WM 2016 und den AFC Asian Cup 2018.

Wie ist es für eine Frau, in Jordanien Fußball zu spielen?  Spielerinnen und Unterstützerinnen berichten.

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"Mädchen tragen keine Shorts"

U19-Spielerin Jana Abu Ghoush über Familien-Vorurteile

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Frauenfußball in Jordanien
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"Ich höre einfach nicht hin"

Die U19-Spielerin Maske Athamneh über ihre Reaktion auf Kritik

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"Es gibt viele Hürden"

Farah Badarneh, Leiterin des JFA-Organisationskomitees, über Probleme im Frauenfußball

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Die Frauenrechte in Jordanien sind für arabische Verhältnisse eher liberal. Es gibt keinen Kopftuchzwang, Frauen dürfen studieren und jeden Job ausüben. In den großen Städten wie der Hauptstadt Amman wird das auch gelebt. In den Provinzen hingegen bleibt es meist bei der klassischen Frauenrolle. So oder so, mit Anfang 20 ist oft Schluss mit der Karriere - auch im Fußball.

Die JFA hat 2005 das erste Frauen-Nationalteam gegründet. Vorsitzender des Verbands: Prinz Ali Bin Al Hussein - unter anderem bekannt als einziger Herausforderer von Sepp Blatter bei der FIFA-Präsidentschaftswahl 2015.

Heute gibt es in Jordanien acht Frauen-Fußballklubs und fünf Frauen-Nationalteams. Diese Entwicklung haben auch Vorreiterinnen wie Rana Husseini ermöglicht.

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- Bekannteste Frauenrechtlerin in Jordanien
- Seit 2009 Mitglied des jordanischen Fußballverbandes
- Ehemalige Kapitänin der Basketball-Nationalmannschaft

Heute kämpft sie für die Rechte der Frauen im eigenem Land und auch für mehr Unterstützung für den Frauenfußball.

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"Wir wurden im Sport diskriminiert"

Frauenrechtlerin Rana Husseini über ihren Kampf für den Frauenfußball

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Um den Frauenfußball zu fördern, versucht die JFA den Nationalspielerinnen zumindest annähernd das Gehalt der Männer zu zahlen. Dafür müssen die Frauen aber das ganze Jahr mit der Nationalmannschaft trainieren. Die Männer hingegen können in den Länderspielpausen zu ihren lokalen Vereinen zurück und bekommen dort ein weiteres Gehalt.

Außerdem schafft und besetzt die JFA immer mehr Arbeitsplätze in ihren eigenen Reihen für Frauen, um ihnen weitere Perspektiven zu ermöglichen. Ein Beispiel, wie es funktionieren kann: Farah Badarneh.

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Vom Ex-Profi zur Funktionärin

Farah Badarneh über ihre Karriere als Ex-Profi-Fußballerin

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Im Vergleich zu anderen arabischen Ländern schneidet das jordanische Frauen-Nationalteam am besten ab. Derzeit belegt das Königreich in der FIFA-Weltrangliste Platz 51. Damit steht es noch vor Ländern wie Iran, Israel, Türkei und Ägypten.  

Die junge Nationalmannschaft konnte allerdings noch keine größeren internationalen Erfolge für sich verbuchen. Als Gastgeberland des Asian Cups 2018 war Jordanien automatisch gesetzt und hatte zum zweiten Mal die Chance, sich für eine WM zu qualifizieren. Am Finalabend musste Prinz Ali Bin Al Hussein aber den Siegerpokal den Japanerinnen überlassen. Jordanien schied ohne Sieg in der Gruppenphase aus und nimmt somit nicht an der WM 2019 in Frankreich teil.

Auch wenn der internationale Durchbruch auf dem Rasen ausblieb - solche Turniere im eigenem Land sind hilfreich. Das berichten sowohl die Spielerinnen als auch Prinzessin Rym Ali, Ehefrau von Prinz Ali.

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"Wir werden immer mehr unterstützt"

U19-.Spielerin Jana Abu Ghoush über die Veränderungen im Frauen-Fußball

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"Veränderungen kommen nicht über Nacht"

Prinzessin Rym Ali, Ehefrau von Prinz Ali, über die Hoffnung des Königshauses

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